wie merke ich, ob ich wirklich Sjoegren habe???

In diesem Forum können medizinische Fragen gestellt werden, welche durch den Sjoegrenspezialisten Herr Prof. Dr. Stephan Gadola beantwortet werden. ACHTUNG: Bitte nehmt hier keinen Bezug zu allfälligen Praxisbesuchen bei Herrn Dr. Gadola.
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Wäbi
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wie merke ich, ob ich wirklich Sjoegren habe???

#1 Beitrag von Wäbi » 06.06.2007 23:50

Guten Tag, ich habe seit ca. 5 Wochen einen vergrösserten Lymphknoten am Hals. Wurde heute beim HNO festgestellt. Ende März kam ich notfallmässig zum Augenarzt, der dann eine Sehnerventzündung diagnostizierte. Dann gab es hohe Dosen Kortison und ausschleichend. Danach bemerkte ich dann den Knoten. Nun habe ich Schluckbeschwerden, bin wahnsinnig müde, aber ich bin sonst jemand, der wenig Schlaf benötigt. Fragte mich dann, ob es vom Kortison kommt. Habe Gefühlsveränderungen am Kinn, Lippen und vorallem an der Zunge bemerkt, dies schläft immer wieder ein und ich kann kaum reden. Der Knoten wird wie ich finde, grösser, oder wenigstens nicht kleiner. Am Abend ist er spürbarer als am Morgen. Auch habe ich seit letztem Jahr Hüftschmerzen, die nach einer Untersuchung eine Knorpelverletzung sei. Mittlerweile kann ich oft nicht mal mehr auf der Seite liegen, wird aber ab und zu sehr schlimm und dann gibt es Tage, da spüre ich gar nichts.

Wenn ich die Berichte lese über diese Krankheit, dann finde ich mich darin wieder.

Der Arzt meinte heute, dass ich mich im Internet nicht verrückt machen soll. Doch seit Ende März arbeite ich kaum, denn ich habe Doppelbilder im Auge, Pflaster seit 3 Wochen auf dem Auge und kann nicht Autofahren. Also nicht arbeiten. Man würde mich schon ernst nehmen. Nun habe ich für 2 Wochen Antibiotika bekommen, damit man sehen kann, ob der Knoten kleiner wird oder sogar verschwindet. Ich habe auch Halsweh, aber erst seit 3 Tagen, vorher war der Knoten da und ich hatte keine Schmerzen.
Dazu muss ich sagen, dass sie mir vor 3 Jahren die Speicheldrüse entfernt haben, da ich damals schon einen Knoten hatte. Der Arzt sagte mir heute, dass es auf jeden Fall einen Lymphknoten sei und gar nicht mehr möglich sein kann, dass es dasselbe wäre wie damals.
Immer wieder werde ich für weitere 2 Wochen vertröstet.

Was kann ich tun, damit ich weiss, ob ich eine ernsthafte Erkrankung habe oder ob es wirklich nur etwas einfaches ist??

Wie wird Sjoergen diagnostiziert??

Hoffe auf baldige Antwort von Ihnen und danke im Voraus bestens.

Wäbi

Stephan Gadola
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#2 Beitrag von Stephan Gadola » 14.06.2007 16:03

Sehr geehrter Wäbi

Die Geschichte gefällt mir gar nicht. Ein Sjögren Syndrom ist meiner Meinung nach unwahrscheinlich. Andererseits werden verschiedene
neurologische Ausfälle von Ihnen geschildert, welche sicher neurologisch
abgeklärt werden müssen, evt. auch bildgebend (MRI).
Ein Lymphknoten welcher grösser als 2 cm ist und über mehr als 2 Wochen persistiert sollte biopsiert oder entfernt und histologisch untersucht werden.

Zum Sjögren Syndrom: In Ihrem Fall müssten ANA, SS-A, und SS-B Antikörper im Blut nachweisbar sein. Aber wie gesagt, ich habe bei der Krankengeschichte eher nicht den Verdacht auf diese Erkrankung.

Freundliche Grüsse

Stephan Gadola

Wäbi
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Herzlichen Dank für die Antwort zu meiner Frage!!!

#3 Beitrag von Wäbi » 14.06.2007 22:03

Sehr geehrter Herr Gadola

Danke für Ihre Antwort. Bin etwas beruhigt.

Werde mit den Neurologen darüber sprechen. Der Lymphknoten wurde per Ultraschall angeschaut und er ist schon ziemlich gross. Nun habe ich Antibiotika erhalten für 2 Wochen. Dann gibt es wieder eine Kontrolle. Da wollen sie schauen, wenn er nicht weg ist oder kleiner, wird er biobsiert. Beim MRI wurde nichts gesehen.

Mein Allgemeinzustand ist einfach nicht so sehr gut. Schmerzen, Nachtschweiss, Lähmungen beim sprechen etc.... alles nicht so schlimm, als dass ich nicht arbeiten darf, weil die Orthoptikerin meint, ich dürfe wegen Doppelbilder nicht Autofahren.

Nun danke ich nochmals für die Antwort und wenn ich darf, würde ich Ihnen meine Geschichte weiter erzählen.

Freundliche Grüsse

Karin..... Wäbi

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